Ich schicke Euch 2 Bilder von mir, eines vom Juni 05 mit 99 kg, das neue vom 8.4.06 mit 29 kg weniger (= 2 kg unter Zielgewicht), nach 5 Monaten Programm.
In Eurer Gruppe habe ich die richtige Motivation bekommen. Nach ein paar Tagen hatte ich keinen Hunger mehr und - noch wichtiger – keinen Appetit. Ehrlich, gar keinen Hunger bzw. Appetit kann ich nicht sagen, aber die Freude, gar Hochstimmung bei dem Gedanken, am nächsten Tag schon wieder ein paar Hundert Gramm leichter zu sein, war viel besser als ein Stück Schokolade.
Meine Haut ist viel glatter als früher, als es mich teilweise juckte, weil sie so trocken war. Auch ohne Körperlotion ist sie nicht mehr trocken.
Mit meinen Töchtern war ich auf Einkaufstour. Du glaubst gar nicht, wie toll es ist, in Modeläden einzukaufen und alles passt. Früher blieben mir nur Ulla Popken und die Übergrößenabteilungen mit "Zelt"-Gewändern.
Wenn ich zu Anfang auch schmunzelte über das Wort "Wellfood" - ich hätte das lieber "Mageressen" genannt, so weiß ich jetzt, dass der Name richtig ist. Man fühlt sich einfach "well". Jetzt, nachdem ich das Gewicht nur noch halten muss, esse ich natürlich mal wieder "normale" Mahlzeiten, aber sobald es zu viel oder zu fettig wird, fühle ich mich nicht mehr gut und sehne mich nach einer "Wellfood"-Mahlzeit und kann so leicht mein Gewicht halten.
Und wichtig: Ich esse 3 mal täglich, ohne etwas zwischendurch. Das scheint auch einer der elementaren Tricks zu sein.
Bei jeder Sucht gibt es 3 Phasen: 1. die Zeit vor der Befriedigung (= vor der Tafel Schokolade), die viel zu lange dauert 2. die kurze Zeit der Befriedigung (= die Schokolade schmilzt im Mund), die viel zu schnell vorüber ist 3. die lange Zeit nach der Befriedigung (= die Zeit der Reue und des schlechten Gewissens), die viel zu lange dauert und direkt übergeht in Phase 1 und damit doppelt so lang wird.
Ich verzichte zwar auf die schöne Phase 2, mir bleiben aber die unschönen Phasen 1 + 3 erspart und ich freue mich dafür den ganzen Tag, dass ich so viel Gewicht verloren habe.
Jetzt habe ich alle alten Sachen ausrangiert, ich brauche den Platz im Schrank für die schönen neuen Sachen: Kurze, taillierte Oberteile und modische, tiefsitzende Hosen.
Am meisten fällt mir der Unterschied beim Waschen meiner Kleidung auf: Das sind jetzt plötzlich so kleine Teile, wie die meiner Töchter. Da kommt gleich das nächste Problem, dass Du ja nicht hast: Sie "leihen" sich meine Klamotten aus.
Hört sich alles an wie eine Werbeanzeige in einer Frauenzeitschrift, ist aber wahr.
Herzliche Grüße
Andrea Randoll |